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TEXTE 24

Offizielle EU-Vertreterin Martina Anderson  ruft zum Internationalen Schutz der Palästinenser auf

 

29. 11. 2014 -Am Internationalen  Solidaritätstag mit dem palästinensischen Volk ruft  eine Vertreterin der EU   dazu auf, Palästina zu errichten und das palästinensische Volk unter internationalen Schutz zu stellen.

„Vor dem Internationalen Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk möchte ich meinen Aufruf wiederholen, Palästina zu errichten und sein Volk unter internationalen Schutz  zu stellen“; sagte  die Leiterin der europäischen Parlaments-Delegation für Beziehungen mit Palästina, MEP Martina Anderson.

„Die Besatzer werden die  Besetzten nicht beschützen“,  betont die EU-Vertreterin, nach WAFA.

Anderson begann ihre Video- Erklärung damit, dass die UN-Resolution , die Palästina  am 29. November 1947 geteilt hat, das Recht des Volkes von Palästina  für nichts  wegerodiert hat“,  es folgten israelische  militärische Aggressionen, Landraub, Siedlungsbau  und Einschränkungen der Bewegungseinschränkung.

Auf die letzte  israelische Mordorgie gegen die Palästinenser eingehend, stehen die Palästinenser vor viel mehr Leid und Not als in ihrer ganzen Geschichte“ stellt  Anderson fest. Die Eskalation der Gewalt in der Region folgt der israelischen Entscheidung, den Zugang zu Jerusalem, als heilige Stadt – auf sektiererischer Basis – einzuschränken. Die Folge davon war, dass fast 100 Palästinenser ihr Leben verloren und Tausende von der Polizei, der Brutalität der Armee  und willkürlichen Angriffen der Siedler verletzt wurden.

Anderson rief auch alle Staaten der Welt auf, Palästina anzuerkennen, und dass Israel endlich die Blockade des Gazastreifens öffnet, die Aktivitäten der israelischen Siedler  und den Terror beendet, als auch  die kollektive Strafe für das palästinensische Volk und die Besatzung beendet ….

An diesem Tag 1947 adoptierte die UN-Vollversammlung die Resolution 181 mit der die Errichtung eines „arabischen Staates“ und eines „jüdischen Staates mit Jerusalem als einem Corpus seperatum unter einem speziellen internationalen Regime stehen sollte.

Nach dem UN-Informations-System zur Palästina-Frage ist der Solidaritäts-Tag dafür gedacht, der internationalen Gemeinschaft die Gelegenheit zu geben, ihre Aufmerksamkeit der Tatsache zu geben, dass die Palästinafrage noch nicht  gelöst ist und dass das palästinensische Volk seine unveräußerlichen Rechte noch nicht erhalten hat, das Recht der Selbstbestimmung ohne äußeren Einfluss, das Recht der nationalen Unabhängigkeit und Herrschaft und das Recht der Rückkehr in ihre Häuser und ihren Besitz, von dem sie vertrieben worden sind.

Dieser Tag stellt besonders weltweite Ereignisse heraus  wie besondere Botschaften der Solidarität mit dem palästinensischen Volk, der Organisation von Zusammenkünften und Fotoausstellungen und das Zeigen von Filmen.

In der Resolution A/68/12 vom 26. November 2013 entschied die Vollversammlung 2014 zum Internationalen Jahr der Solidarität mit dem palästinensischen Volk auszurufen. „ Die Fortsetzung der israelischen Besatzung und ihre Hartnäckigkeit des kolonialen Siedlungsbaus, die grausamen Verhaftungen von Zivilisten bestätigen Israels Arroganz und Kompromisslosigkeit, seine Verletzungen des Völkerrechts, seine  Ablehnung von Frieden und.

„ Das Beenden der Ungerechtigkeit, die dem palästinensischen Volk auferlegt ist, ist eine moralische und humanitäre Verantwortung. Die internationale Gemeinschaft sollte  Israel, die Besatzungsmacht zwingen, sich an das Völkerrecht zu halten und seiner Gewalt und seiner illegalen, aggressiven und zerstörerischen  Praxis ein Ende  machen. Sie fügte  hinzu; „ der Status Quo  unter der Besatzung und die israelische eiserne Faust ist unhaltbar, da es die Region in einer ständigen Gewaltspirale mit  Blutvergießen im Konflikt hält.

„Das palästinensische Volk hat das Recht, sich an Freiheit, Würde,  Souveränität und Unabhängigkeit in ihrem Palästinensischen Staat zu erfreuen mit Ost-Jerusalem als seine Hauptstadt.

(Dt. Ellen Rohlfs)

 

This is the International Day of Solidarity with the Palestinian people as declared by the United Nations general assembly! - Mazin Qumsiyeh - The 29th November is the International Day of Solidarity with the Palestinian people as declared by the United Nations general assembly! But locally people see so little solidarity and Israel continues to violate basic human rights with impunity. For the past week, we mourned ten more young Palestinians killed, and we saw home demolitions, we saw the continued horrific siege of Gaza, we saw health and religious rights violated daily, and we saw roads blocked to traffic (getting from one Palestinian area to another is becoming impossible). I just returned from Hebron to Bethlehem, a distance that should take no more than half an hour. It took more than five hours because of closures etc.

It is a police apartheid state that makes sure we do not have a normal functioning life
It is a police apartheid state that makes sure we do not have a normal functioning life. we watched as Turkey shot down a Russian airplane over Syrian territory (and lied about the issue since there is no way, they could have provided warning in the few seconds that the airplane moved across that tiny jetting Turkish territory), we watched as Russia provided evidence of convoys of stolen Syrian oil traveling to Turkey and funding Daesh/ISIS, we shared on facebook videos of horrors committed by deluded human beings against other human beings, continued to see French government go down the same deluded path that the US government did after 11 September 2001, and continued to suffer from tear gas and other weapons used against us by Israeli occupation forces

Amid the horrors, at Bethlehem University, we welcomed Professor Zuhair Amr who is helping us in research areas on biodiversity, we worked at the museum and botanical garden, we continued our teaching (though students may miss some classes), we received more donation of time and resources from kind people, I gave a talk at an environmental conference about importance of research in environmental and health fields, we met great new people including award winning book writers and artists, and we continued to have “joyful participation in the sorrows of this world”. To light a candle in this darkness keeps us sane.

For all, please continue and expand your work in boycotts, divestment, and sanctions (BDS), a movement that is accelerating the arrival of peace with justice. Here is a good report by the American Anthropological Association that is very well done which can be adapted to push for BDS in others groups. -   - Mazin Qumsiyeh  - qumsiyeh.org

Palästinensische Menschenrechtsorganisationen machen am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) wegen mutmaßlicher israelischer Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während der Gaza-Offensive 2014 eine Eingabe

23.  November 2015 - Heute, in einem historischen Augenblick der palästinensischen Strafverfolgung, überreichten vier palästinensische Menschenrechtsorganisationen der Staatsanwältin des Internationalen Strafgerichtshofs, Frau Bensouda,  im eigenen Namen und im Namen der palästinensischen Opfer von Israels „Operation Protective Edge“ vertrauliche Unterlagen. Die Unterlagen, die sich auf Artikel 15 des Römischen Statuts beziehen und von Al-Haq, vom  Al-Mezan-Zentrum für Menschenrechte, von Aldameer und dem Palästinensischen Zentrum für Menschenrechte übermittelt wurde, enthalten Informationen über die Verbrechen, die im Jahre 2014 während Israels Offensive gegen den Gazastreifen gemeinsam dokumentiert wurden.

„Wir sind an das Töten und Verletzen durch Israel im Gazastreifen (mittlerweile) gewöhnt. Die Offensive von 2014 ist der dritte Krieg gegen unser Volk innerhalb von sechs Jahren. Aber nichts hätte mich auf den verheerenden Verlust meiner Söhne, Enkel und Enkelinnen bei einem Angriff auf das Haus unserer Familie vorbereiten können“, sagte Bouthaineh Al Louh, eine trauernde palästinensische 57-jährige Mutter. „Am 20. August 2014, um 4:45 Uhr, während meine Familie schlief, griff Israel unser Haus in Deir al Balah an. Mein Sohn und zwei Stiefsöhne sowie meine im neunten  Monat schwangere Schwiegertochter und ihre drei Kinder wurden bei diesem Angriff getötet. Unsere Familie wird nie wieder komplett sein und unser Haus liegt in Trümmern. Ich hoffe, dass der IStGH die Verbrechen bestätigen kann, die wir erlitten haben, und jene bestraft, die uns unserer Liebsten beraubt haben.“

Aus Den Haag gab Herr Shawan Jabarin (Al-Haq Direktor) bekannt: „Wir haben das Büro der Staatsanwältin mit genügend Informationen versorgt, um festzustellen, dass eine vernünftige Basis zur Annahme gegeben ist, dass ranghohe israelische Militärs und Zivilbeamte Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen während der Offensive gegen Gaza begangen haben. Wir sind zuversichtlich, dass die Informationen, die das Büro der Staatsanwältin nun zur Verfügung hat, ausreichen, um eine Untersuchung zu eröffnen, und sie dazu drängen, eine formelle Untersuchung schnell einzuleiten.“

Durch das Mandat des Gerichts geleitet, der Straffreiheit im Hinblick auf Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit ein Ende zu setzen, beschrieben die Organisationen veranschaulichende Beispiele von Mord, Verfolgung, Folter und anderen grausamen Taten sowie  von willkürlichen Angriffen auf Zivilpersonen und Objekte und von flächendeckender Zerstörung, die nicht durch militärische Notwendigkeit zu rechtfertigen sind. Insgesamt töteten die israelischen Streitkräfte mehr als 1.540 palästinensische Zivilisten in einer Zeitspanne von nur 51 Tagen und vertrieben hunderttausende. Die hohe Anzahl der Toten und Massenvertreibung war das unmittelbare Ergebnis der israelischen willkürlichen und direkten Angriffen auf palästinensische Zivilisten und zivile Objekte. Die vertrauliche Mitteilung betrifft konkrete  Angriffe auf palästinensische Häuser, Krankenhäuser, Schulen und Hochhäuser.

Aufgrund unserer langen Erfahrung darin, palästinensische Opfer vor dem entsprechenden israelischen Mechanismus, einschließlich des Hohen Gerichtshofs, zu vertreten, wissen wir, dass Komplementarität den Staatsanwalt nicht davon abhält, die Autorisierung zu suchen, um eine  Untersuchung zu eröffnen. Israel ist unwillig und Palästina unfähig, israelische Täter  internationaler Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen“, sagte Herr Raji Sourani (PCHR-Direktor).

„Wir brauchen den IStGH, um den Zyklus der Straffreiheit zu durchbrechen.“

Die Organisationen vermittelten, dass Verbrechen im Laufe eines großflächigen oder systematischen Angriffs begangen wurden, indem man eine Politik anwandte oder unterstützte, die von der höchsten israelischen zivilen und militärischen Führung, darunter Mitglieder des israelischen Sicherheitskabinetts, in Kraft gesetzt wurde und sowohl zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit als auch zu Kriegsverbrechen berechtigte.

Aus dem Gazastreifen sagte Herr Issam Younis (Al Mezan Direktor): „Israels Besatzung sowie die strangulierende Blockade des Gazastreifens  wurde bei weitem zu lange fortgesetzt, und wir glauben nicht, dass irgendein Volk, insbesondere nicht die palästinensischen Opfer, zwischen Frieden und Gerechtigkeit wählen müssen. Der IStGH hat die Möglichkeit, objektiv zu untersuchen und die Israelis strafrechtlich zu verfolgen und zu bestrafen, die für die abscheulichen Verbrechen verantwortlich sind, die die internationale Gemeinschaft verurteilt hat. Der IStGH kann auch die Ausübung zukünftiger Verbrechen verhindern.“

Bei der Übergabe ihrer Informationen erklärten die Organisationen ihre Absicht, weiterhin mit dem Gericht zu kooperieren, mit dem Ziel, sicherzustellen, dass den Opfern Gerechtigkeit widerfährt und sie Entschädigungen erhalten.
(Aus dem Englischen übersetzt v. Inga Gelsdorf

Die EU hilft Israel die Palästinenser zu unterdrücken

Omar Barghouti

Trotz Israels Niedergang in einen unverhüllten rechten Extremismus besonders mit der derzeitigen Eskalation seiner brutalen Besatzung und Unterdrückung, bleibt Europa bei aller leeren Rhetorik, die von der Europäischen Union kommt, weithin Komplize bei der Unterstützung der israelischen Besatzung und der Verletzungen der Rechte der Palästinenser.

Das ganze Gesumm in Brüssel und Tel Aviv über das Kennzeichnung von Produkten aus den israelischen Siedlungen im besetzten palästinensischen Territorium kann nicht die Tatsache verbergen, dass die Beziehungen Europas mit Israel nicht mit den übernommenen Werten und den rechtlichen Verpflichtungen übereinstimmen.

In Nicht-Beachtung seiner Verpflichtungen nach dem Völkerrecht und im besonderen  des Gutachtens des Internationalen Gerichtshofes von 2004 gegen die illeale Mauer unterhält die EU ein Netz von militärischen Beziehungen, Rüstungsforschung, Banktransaktionen und Handel mit Siedlungen mit israelischen Unternehmen, Banken und Institutionen, die tief in die Menschenrechtsverletzungen involviert sind.

Die EU hat sich auch hartnäckig geweigert die Menschenrechtsklauseln in seinem Association Agreement mit Israel zu durchzusetzen und wäscht damit die andauernden Verletzungen des Völkerrechts durch das israelische Regime von Besatzung, Siedlerkolonialismus und Apartheid rein.

Mehr als 300 Gewerkschaften, NGOs und andere Organisationen der Zivilgesellschaft quer durch Europa haben die EU aufgerufen, ihre Unterstützung für die israelischen Verbrechen zu beenden, einschließlich des Aussetzens des Association Agreements. Der Aufruf wurde von mehr als 60 Mitgliedern des Europäischen Parlaments unterstützt.

Wenn die Rechte der Palästinenser heute vom Großteil der Welt als "Lackmustest für die Menschenrechte" angesehen werden, wie es der südafrikanische Jurist und frühere UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte John Dugard beschreibt, dann hat die EU diesen Test nicht bestanden.

Die illegalen Produkte aus den israelischen Siedlungen zu kennzeichnen anstatt sie zu bannen, wird von den Palästinensern als ein weiteres Versagen der EU in der Verteidigung des europäischen und des internationalen Rechts gesehen.

Die EU fährt fort, in die israelischen Rüstungsunternehmen wie Elbit Systems und Israel Aerospace Industries zu investieren, die der Komplizenschaft mit israelischen Kriegsverbrechen und möglichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit beschuldigt werden.

Der israelische Angriff auf Gaza 2014, der vom brasilianischen Präsidenten und dem französischen Außenminister als "Massaker" verurteilt worden ist, hat die internationale Verärgerung verstärkt und darüber hinaus die ohnehin schwache Unterstützung Israels in der europäischen öffentlichen Meinung weiter erodiert. Ein früherer britischer stellvertretender Premierminister und ein früherer französischer Premierminister haben offen zu Sanktionen gegen Israel aufgerufen. Der stellvertretende Vorsitzende der zweitgrößten Partei Deutschlands hat zu einem Waffenembargo gegen Israel zusammen mit Saudi Arabien und Qatar aufgerufen.  

Auch wenn die EU noch immer als Block für die Unterstützung von UN-Resolutionen votiert, die die grundlegenden, von den UN klar festgelegten palästinensischen Rechte einschließlich des Rückkehrrechts für die palästinensischen Flüchtlinge wahren, und die israelischen Siedlungen noch immer als illegal nach der Vierten Genfer Konvention verurteilen, haben diese Positionen nicht zu effektiven Maßnahmen geführt, um Israel zur Rechenschaft zu ziehen.

Wenn man sieht, wie schnell die EU Sanktionen gegen Russland wegen angeblicher Verletzungen des Völkerrechts in der Ukraine verhängt hat, die im Vergleich zu den Verbrechen Israels während seiner Jahrzehnte langen Besatzung des palästinensischen Territoriums blass sind, kann man Europa nur wegen seiner Scheinheiligkeit anklagen, in der es bei der Verhängung eindeutig mehr gerechtfertigter Sanktionen gegen Israel versagt hat.

Manche mögen argumentieren, die europäischen Richtlinien von 2013 betreffend die israelische Besatzung und die Siedlungen seien praktische Demonstrationen der europäischen Zurückweisung einer israelischen Souveränität über die besetzten arabischen Gebiete. Wenn auch weit entfernt davon ein prinzipienfestes Vorgehen widerzuspiegeln, das die Menschenrechte und das Völkerrecht konsequent verteidigt, waren diese Richtlinien doch ein direktes Resultat der wachsenden öffentlichen Unzufriedenheit in Europa mit Israel. Eine Umfrage der BBC 2014 zum Beispiel zeigt, dass Israel in seiner Popularität mit Nordkorea konkurriert - wie zwei Drittelmehrheiten quer durch Europa es sehen.

Vieles von der abnehmenden Unterstützung Israels bei den europäischen Bürgern kann nicht nur dem wachsenden Bewußtsein davon, dass Israel den Palästinensern seine Rechte verweigert, und seiner politischen Wende zur fanatischen Rechten zugeschrieben werden, sondern auch der effektiven zivilgesellschaftlichen Kampagnenarbeit der globalen, von Palästina angeführten BDS-Bewegung (Boykott, Desinvestment und Sanktionen) für Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichberechtigung der Palästinser.

BDS wurde 2005 von der breitesten Koalition politischer Parteien, Gewerkschaften und Massenorganisationen in der palästinensischen Gesellschaft gestartet und ruft nach einer Beendigung der israelischen Besatzung von 1967, nach der Beendigung seiner institutionalisierten rassischen Diskriminierung und der Wahrung des Rechts der palästinensischen Flüchtlinge, in ihre Häuser und ihr Land zurückzukehren, von wo sie 1948 entwurzelt und enteignet worden sind.

Die Wirkung von BDS auf Israel wird jetzt weithin anerkannt. Laut der UN-Konferenz über Handel und Entwicklung (UNCTAD) fielen 2014 die direkten ausländischen Investitionen im Vergleich zu 2013 um 46 Prozent. Ein israelischer Ko-Autor des Berichts schrieb diesen starken Rückgang bei den Investitionen dem Angriff auf Gaza und BDS zu.

Eine Studie der Rand Corporation sagt voraus, BDS könnte Israels BIP über die nächsten zehn Jahre um 1 bis 2 Prozent pro Jahr reduzieren, während ein Bericht der Weltbank aufzeigt, dass die israelischen Exporte in die palästinensische Wirtschaft im ersten Quartal 2015 um 24% zurückgegangen sind. Die größten israelischen Waffenhersteller beklagen eine "Krise" abstürzender Exporte, die teilweise dem "geringeren Wunsch nach Produkten israelischer Herkunft" geschuldet ist.

Vor einigen Wochen wurde der französische Riese Veolia das erste große internationale Unternehmen, das unter dem Druck von BDS alle seine Operationen in Israel beendet hat. Das war die Folge einer ausgedehnten siebenjährigen BDS-Kampagne gegen das Unternehmen wegen seiner Komplizenschaft mit der israelischen Besatzung, die sie weltweit über 20 Milliarden Dollar an Verträgen gekostet hat.  

Die Unterstützung für BDS wächst unter Akademikern, Künstlern, Gewerkschaften, Studenten, Kirchen und Umweltgruppen in der ganzen Welt einschließlich Europa.

Die EU muss viel mehr machen als illegale israelische Produkte zu kennzeichnen, um diesen Trend widerzuspiegeln und seine moralischen und rechtlichen Verpflichtungen zu erfüllen.

Der frühere südafrikanische Anti-Apartheidsführer Erzbeschof Desmond Tutu sagte einmal: "Wenn du in Situationen der Ungerechtigkeit neutral bist, hast du die Seite des Unterdrückers gewählt."

Weit entfernt neutral zu sein, hat die EU den Unterdrücker in die Lage versetzt, seine Ungerechtigkeiten weiter fort zu führen.

Quelle: www.politico.eu/article/the-eu-helps-israel-oppress-palestinians-occupation-rights-violation/
Übersetzung: K. Nebauer

 

Die israelische Armee ist die unmoralischste der Welt – na und?
Ramón Pedregal Casanova

Zwischen dem 8. und dem 18. Juli 2014 (10 Tage) hat die Armee, die Palästina überfallen hat, bei ihren Bombardierungen des Gazastreifens 230 Palästinenser getötet. An diesem 18. Juli spielten drei Kinder, der 6-j.Wesin, der 7-j. Dschihad und der 10-j. Fulla Sheheibar auf der Dachterrasse ihres Hauses, als sie von den Bomben getötet wurden, die die Zionisten von einem Flugzeug auf sie warfen. Bis dahin war nur ein Söldner der Invasorenarmee ums Leben gekommen. An diesem 18. Juli waren von den 230 ermordeten Palästinensern bereits 45 Kinder, Jungen und Mädchen.

Am 24. Juli (6 Tage später) hatten die Israelis schon 150 palästinensische Kinder ermordet. ...

Am 26. August (22 Tage später, an dem Tag, an dem sich die Invasoren gezwungen sahen, einen Waffenstillstandsvertrag zu unterzeichnen) hatte die Israelis laut UNO 501 Kinder ermordet.

Etwas mehr als ein Jahr ist vergangen, und Sie kennen die letzten Geschehnisse, die wir schon wieder hinter uns gelassen haben, die Verfolgung von Jungen und Mädchen, durch die Invasoren und ihre Siedler, fast hundert junge Palästinenser haben ihr Leben verloren, mehr als 1.000 wurden durch scharfe Munition verletzt, fast 1.000 durch Gummigeschosse, weitere fast 1.000 wurden festgenommen und in israelische Gefängnisse gebracht.

Am 30. Oktober (2015) fährt ein großes dunkelgrünes Fahrzeug der  Besatzungsarmee in das Flüchtlingslager Aida in Bethlehem, die Strassen sind leer, es ist niemand zu sehen, aber wir beobachten es ohne dass es uns sieht, es fährt sehr langsam, während sein Lautsprecher eine terroristische Drohung ausstößt [...]: "Die israelische Armee spricht zu euch. Wenn ihr weiter Steine werft, werfen wir Gas auf euch bis ihr sterbt, Kinder, Junge, Frauen, Alte ... ihr werdet alle sterben, wir werden euch alle töten, wir werden keinen am Leben lassen." Das ist die israelische Armee, die koloniale Besatzungsarmee, die unmoralischste Armee der Welt, na und?, das fragte öffentlich ein Minister des kolonialen Besatzungsregimes. Die israelische Regierung möchte eine Antwort.

Nach dem Friedensabkommen (gemeint wohl Waffenstillstandsabkommen, Ü.) am 26. August in Gaza boten die Leute in den Geschäften und an den Marktständen an, was sie hatten, für die, die es brauchten, die Familien nahmen die auf, die ihre Familie verloren hatten, die Menschen besuchten einander oder trafen sich und umarmten sich, fragten nach den einen und anderen, sprachen ihr Beileid aus und halfen einander die Märtyrer, manchmal auch nur Teile von ihnen, würdig zu bestatten. Die Solidarität, so groß wie nie, war in ganz Gaza zu sehen. Angesichts einer ähnlichen humanen Aktion sagte mir der Dolmetscher: "Es ist wie das Weiterleben nach einer Sintflut."
Die Krankenhäuser, die Ambulatorien waren zum großen Teil zerstört, ein Krankenhaus war stehen geblieben, dazu irgend ein anderes halb zerstörtes Zentrum voller Verletzter, es roch nach Blut und es gab nur äußerst wenig Hilfsmittel und man mußte Pfleger und Krankenschwestern an die Eingänge stellen, damit sie die Menge nicht einliessen, die sich anbot Leben zu retten. Die Israelis hatten die Bevölkerung bombardiert, 1,8 Millionen Menschen, mehrheitlich Flüchtlinge, 50% Kinder. Unter den Völkern der Welt spürte man mehr Soidarität mit dem palästinensischen Volk als jemals. Das war die Antwort auf den mörderischen israelischen Minister.

Es ist nur wenige Tage her, dass Netanyahu Hitler von seinen Verbrechen entschuldete, so erfuhren wir, wie er dessen Verbrechen zu seinen eigenen machte, seine Beatzungsarmee und seine Regierung sind das Resultat des zionistischen Kapitalismus durch menschliche Ausbeutung, die Deportation und die Implantierung des Rassismus als etwas Normales. Es ist das Nazitum unserer Zeit, der neue Faschismus, was wir vor uns haben.

Letzte Nachrichten: Der palästinensische Botschafter vor den Vereinten Nationen verurteilte öffentlich, dass die Besatzungsarmee die Leichen der PalästinenserInnen, die sie tötet, mitnimmt und ihnen Hornhäute und andere vitale Organe raubt, bevor sie sie zurückgibt. Die Zionisten betreiben Organhandel.

Aber das weiss man schon seit Jahren, denn eine Untersuchung von verschiedenen Medien, unter denen auch die (eher pro-israelisch eingestellte, Ü.) New York Times war, hatte vorzeitig veröffentlicht, was entdeckt worden war, nämlich dass sich die Zionisten am Organhandel bereichern. Laut dem Journalisten Saira Soufan ist der Organraub an palästinensischen Kämpfern seit den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts dokumentiert. "Als die Leichen der (palästinensischen) Soldaten den trauernden Familien zurückgegeben wurden, entdeckte man den Organraub während des Bestattungsprozesses. Die leeren Körperhöhlen waren mit Abfallmaterial gefüllt, mit Watte, (Stücken von) Gartenschläuchen und Besenstielen, und anschließend wie nach einer sogenannten 'Autopsie' zugenäht."

Später, im Januar 2002, gab der israelische Minister Nessim Dahan stillschweigend zu, dass Organe, die den Körpern der palästinensischen Opfer entnommen worden waren, jüdischen Patienten transplantiert wurden, ohne dass es die Familien der palästinensischen Opfer erfahren hätten. Dies als Antwort von Minister Nessim Dahan auf die Frage eines arabischen Knessetmitglieds. Das arabische Knesset- Mitglied Ahmed Tibi gab bekannt, er habe "glaubwürdige Beweise" erhalten, dass israelische Ärzte des gerichtsmedizinischen Instituts Abu Kabir vitale Organe wie Herz, Lungen und Leber den Leichen von jungen Palästinensern und Kindern entnommen haben, die die israelische Armee in Gaza und im Westjordanland getötet hatte.

Auf der Fotografie von Bilal Ahmed Ghanan, einem jungen Palästinenser, dem die Israelis Organe geraubt haben. (? unvollständiger Satz)

Am 14. Januar desselben Jahres (2002) gab der palästinensische Führer Yassir Arafat Al-Jazeera ein Interview und beschuldigte das israelische Besatzungsregime, palästinensische Babys, Kinder und junge Menschen zu töten und ihnen Organe zu entnehmen: "Sie töten unsere Kinder und verwenden ihre Organe als Ersatz(organe). Warum schweigt die ganze Welt dazu? Israel nutzt dieses Schweigen, um die Unterdrückung und den Terror gegen unser Volk zu intensivieren." Arafat zeigte Fotos von verstümmelten Kinderleichen.

Israel hat zugegeben, dass Ärzte des gerichtsmedizinischen Instituts L. Greenberg in Abu Kabir drei jungen Palästinensern, die die Armee bei Khan Younis getötet hatte, die Organe entnommen haben. Zehn Tage vergingen vom Raub der Leichen bis zu ihrer Rückgabe, dann wurde der Raub verschiedener Organe festgestellt, darunter der Augen.

Israel möchte auch den Völkern der Welt die Augen wegnehmen, und das praktiziert es täglich mit seiner wirtschaftlichen Macht auf die Medien und damit einhergehend den Instruktionen für ihre Kollaborateure. Den Völkern der Welt die Augen wegnehmen, das machen sie heute, wenn sie die Verbrechen Hitlers und seiner Nazis entschulden, die nach Netanyahu auch die moralischsten der Welt wären, aber die Völker wissen, was jene gemacht haben, und warum sie nicht straflos aus dem 2. Weltkrieg herausgekommen sind.

Die israelische Armee ist die unmoralischste der Welt – na und? Die Antwort an die israelische Regierung, ihre Armee und ihre Siedler ist, dass – auch wenn wir nicht sehen – die ganze Welt von ihren Verbrechen weiss, weiss, was sie getan haben und was sie tun, und weshalb sie nicht straflos bleiben können.

Quelle:www.rebelion.org/noticia.php?id=205694&titular=el-ej%E9rcito-israel%ED-es-el-m%E1s-inmoral-del-mundo-%BFy-qu%E9?-

Übersetzung: K. Nebauer

Spät bei Nacht an einem Checkpoint findet ein Palästinenser etwas Hoffnung

Gideon Levy und Alex Leva   6.11. 15

 

Die Erfahrung eines B’tselem Mitarbeiters beginnt in großer Furcht und endet mit seltenem  Dialog

Es war lang nach Mitternacht. Der letzte Wagen war  vor drei Stunden durchgefahren  und seitdem war die Straße leer gewesen. Weder Siedler noch Palästinenser wagten, zu dieser Stunde durchzufahren. Es ist  als wäre freiwillige nächtliche Ausgangssperre. Es ist dunkel hier und unheimlich.

Plötzlich nähert sich ein Wagen. Die drei Soldaten am Checkpoint stehen auf.

Infanteriesoldaten und drei israelische Zivilisten wurden hier bei der letzten Intifada  von einem palästinensischen Heckenschützen getötet, der sie vom Hügel jenseits des Weges erwischte. Die Soldaten, die jetzt hier sind, waren damals noch Kinder, aber sie wissen, dass es in diesen Tagen an der Schnellstraße 60  für jeden gefährlich ist.

Die Schnellstraße läuft durch das ganze Zentrum der Westbank, und dieser Haramiya-Checkpoint teilt sie hier in zwei Teile. Er war  einige Jahre lang nicht besetzt. Aber jetzt ist die Armee zurück am Checkpoint, der direkt an der Hauptstraße  zwischen Ramallah und Nablus liegt – zwischen den Siedlungen  Ofra und Shilo. Der Wagen nähert sich langsam. Die Soldaten machen ihre Waffen zurecht. Der Fahrer hatte Angst, auch die  Soldaten – so schien es.

Abed Al-Karim a-Saadi  ist Mitarbeiter von B’tselem der nördlichen Westbank: dem israelischen Informationszentrum für Menschenrechte in den besetzten Gebieten.  Ein 52Jähriger Vater von vier Kindern lebt noch im selben Dorf – Atil, nördlich von Tul Karem - wo er geboren wurde. Er hat ein Diplom in Psychologie von der An-Najah-National-Universität in Nablus und ist einfühlsam und  sozial. Seine berufliche Karriere wird durch Zusammenarbeit mit Israelis und Palästinensern gekennzeichnet. Er arbeitete für die palästinensische Behörde im Distrikt –Büro als Verbindungsmann mit Israel an der Allenby-Brücke in palästinensischen und internationalen Menschenrechts-Organisationen und in den letzten zehn Jahren   hat er mit B’tselem zusammengearbeitet.

Saadi ist einer der seltenen und gefährdeten: ein Palästinenser, der noch nie verhaftet gewesen war. Letzte Woche  entschied er sich, nach Ramallah zu gehen, um ein Theater-Stück anzusehen. Die Ereignisse dieser Nacht, die er – noch immer sehr bewegt -  uns lebendig erzählte, sind eine kleine Geschichte der Westbank-Routine, ohne Blut oder Gewalt, doch mit einer Moral .

Am Dienstagmorgen untersuchte Saadi Klagen über Siedlergewalt im Raum Tulkarem. Als er am Nachmittag nach Hause kam, rief ihn ein Freund, ein deutscher Photograph und Journalist an und sagte ihm, dass er und seine Frau  an diesem Abend in Ramallah sich Hamlet ansehen wolle und zwar in einer lokalen Produktion auf Englisch, und dass sie dazu Saadis Sohn Osama, einen Bau-Ingenieur der Stadt  einladen wollen.

 Saadi hatte eine Idee. Er würde sie überraschen und sich ihnen anschließen- „ Ich dachte, ich könne damit zwei Vögel mit einem Stein treffen,“ sagte er. Denn die letzten paar Wochen hatten ihn aus Angst, auf der Straße zu fahren, daran gehindert, den Sohn zu besuchen, und er wollte nicht unnötig nach Ramallah fahren.

Er duschte, wechselte die Kleidung, verabschiedete sich von seiner Frau und fuhr nach Ramallah. „Es ist das 1. Mal in meinen 29 Jahren Arbeit, dass ich Angst habe, auf den Hauptstraßen zu fahren,“  gab er zu.  „Ich hatte nie so viel Angst  - vor den Siedlern und der Armee. Es ist jetzt so leicht zu töten. Aber ich sagte zu mir selbst: „Hab keine Angst“.

Nachdem er sich bei einem Taxifahrer erkundigt hat, welches die sicherste Straße sei, entschloss er sich für die Schnellstraße 60. Er kam gegen Abend nach Ramallah, traf seinen Sohn und dessen Freund und ging mit ihnen ins Theater und danach in ein Restaurant, das Ziryab. Er und das deutsche Paar waren dort bis nach Mitternacht, als die Besucher in ihr Hotel gingen. Sein Sohn war früher gegangen.

Und was sollte er jetzt tun. Saadi wollte seinem Sohn keine Umstände machen und ihn fragen, ob er bei ihm schlafen könne. Und Osama hatte auch kein übriges Bett. Saadis Freund in der Stadt antwortete nicht am Telefon. Sie müssen schon ins Bett gegangen sein. Er dachte daran, im Wagen zu schlafen, aber er fürchtete die palästinensische Polizei. Schließlich entschloss er sich, allen Mut zusammen zu nehmen und nach Hause zu fahren, nach Atil. Um sicher zu gehen, rief er noch einen Freund in Turmus Aya an, das auf halbem Weg liegt und bat ihn, mit ihm in Kontakt zu bleiben, um sicher zu gehen, dass alles gut gehen wird.

Er verließ Ramallah etwas nach 12 Uhr30. Die Straße war leer und bedrohlich.“ Nicht mal Hunde waren draußen – nur ich allein“ Bald kam er nach  Wadi Haramiya, wo der bemannte Checkpoint war. Er fuhr sofort sehr langsam und entdeckte aus einiger Entfernung  drei Soldaten. Die ihm mit Taschenlampen signalisierten, anzuhalten Er fuhr auf die rechte Seite der Straße . Ihre Gewehre waren auf ihn gerichtet. Sie befahlen ihm, auf die andere Straßenseite zu kommen, den Motor aus zu machen und raus zu kommen.

Die nächsten 7-10 Sekunden waren die längsten in seinem Leben, sagte Saadi jetzt: „Ich sagte zu mir selbst: Dies ist der Moment, in dem sie mich töten werden. Sie werden einen Grund finden, mich zu erschießen. Es sind drei. Es gibt keine Augenzeugen; sie können immer sagen, dass ich versucht hätte, sie anzugreifen und sogar ein Messer zeigen. Keiner wird je wissen, was geschehen ist.

Dann war er aber glücklich“, fügte er hinzu.

Er stieg aus dem Wagen aus und grüßte die Soldaten mit dem freundlichsten „guten Abend!“, was er unter diesen Umständen sagen konnte – er machte es uns vor. Sie sagten ihm, er solle seinen Gepäckraum öffnen. Er fühlte Erleichterung. Sie sprachen mit ihm. Das erleichterte ihn, weil es ihm gelungen war, sie zu beruhigen. “Jeder, der die Angst an den Checkpoints schon erfahren hat, weiß, dass der gefürchtetste Augenblick  der ist, bevor man zu reden beginnt.

Der Verdacht der Soldaten tauchte auf, als sie eine Gasmaske im Kofferraum fanden. „Was ist das?“ fragten sie. Er zeigte seinen B’tselem-Ausweis und erklärte, dass die  Außenarbeiter der Organisation  zum Schutz mit einer Gasmaske fahren würden. Er erzählte den Soldaten, dass B’tselem eine Menschenrechtsorganisation sei, indem er das hebräische Wort für „Menschenrechte“ benützte. Das Gespräch wurde  in drei  gebrochenen Sprachen geführt: Hebräisch, Arabisch und Englisch.

Was bedeutet Menschenrechte, fragte der Offizier. „Das war für mich eine Gelegenheit, so viel wie möglich zu reden,“ erzählte Saadi. Dann begann ein Dialog, der bis tief in die Nacht ging. Ein IDF-Offizier und zwei Soldaten auf der einen Seite und ein palästinensischer Zivilist auf der anderen. Die Soldaten versuchten, ihre Langeweile zu überwinden, er versuchte, seine Angst zu zerstreuen. Er wusste, dass solche Gelegenheiten wie diese fast nie kommen.

Saadi erklärte dem Offizier die Bedeutung des Ausdrucks „Menschenrechte“ und  erzählte ihm von der Genfer Konvention und über das Völkerrecht und das Israelische Recht. Er sagte, er sei selbst ein unpolitischer Beobachter. Die beiden Soldaten  kamen näher, um zu lauschen. Sie hätten seine Söhne sein können. Zuerst sahen sie ihn ausdruckslos, ja drohend an. Aber ihr Ausdruck  wurde langsam weicher. Er spürte, dass sie anfingen, Interesse zu bekommen. Dann fragte einer von ihnen, was es bedeutet, ein Shahid, ein Märtyrer zu sein.

„Das war eine schwierige Frage für mich,“  sagt Saadi.  Ich fragte sie, ob sie die kurze Antwort haben wollen oder die lange. Beide, sagten sie. Die kurze Antwort war: „Wenn ihr mich jetzt erschießt, wird morgen  ein Plakat erscheinen, auf dem steht: „ Abed Al-Karim a-Saadi – Shahid“  Die lange Antwort: Mein Gott und euer Gott und der Gott der Christen ist derselbe Gott. Ich glaube, dass er uns geschaffen hat und dass nur er dem Leben ein Ende setzen kann. Deshalb kann nur er allein bestimmen, wer ein Shahid ist.

Die Soldaten schienen die Antwort zu mögen, dachte er. Sie fingen an, ihn mit Herr Saadi anzusprechen. Aber die nächste Frage war nicht leichter: Warum   gehen eure Leute mit Messer auf uns los?

Ich fragte sie , ob sie wollen, dass ich ehrlich mit ihnen sei und sagte: „Ich möchte meine Leute nicht verteidigen, die Zivilisten oder Soldaten mit Messer angreifen; aber aus demselben Grund, kann ich euch nicht verteidigen, die ihr Palästinenser tötet; zuweilen sogar, nachdem ihr sie unterworfen habt. Aber ich würde euch  gerne  in die Schuhe eines Palästinensers eures Alters versetzen. Stellt euch vor, ihr wäret Mohammed:  Ihr wäret arbeitslos, es gäbe keine Möglichkeit, Arbeit zu finden, ihr hättet keine Hoffnung, Soldaten sprühten euch mit Tränengas an , manchmal sogar ins Haus“

„Was würdet  ihr tun – die Soldaten küssen? Sie lieben?  Gestern wurde einer getötet, der vor zwei Tagen an einer Beerdigung eines andern jungen Mannes teilgenommen hat und er sah, wie er geehrt wurde. Und der wahrscheinlich heute getötet wurde, wird morgen beerdigt. Was erwartet ihr von einer jungen Person wie dieser, die nichts hat?“

Sie sagten ihm, dass seit 9 Uhr kein Wagen durch den  Checkpoint  durchgefahren sei und fragten ihn, wie er es gewagt hätte, hier durchzufahren: „Du bist nicht der einzige, der Angst hat – auch wir haben Angst“, gaben sie zu. Das Gespräch ging noch bis halb drei. Dann geschah etwas Ungewöhnliches: Saadi sagt etwas, das nie vorher geschehen war. Die Soldaten verabschiedeten sich mit Händedruck.

Ich hatte das Gefühl, als hätte ich in ihnen etwas zerbrochen. Es war ein starkes Händeschütteln. Ich sagte ihnen, dass sie genauso wie ich Opfer seien: Ich bin ein Opfer der Besatzung und sie seien Opfer ihrer Regierung, dass der Trennungszaun  nicht nur dafür da sei, uns physisch zu trennen, sondern auch unsere und ihre Gemüter.

Sie wussten das erste nicht von uns – nur dass wir Leute mit Messern stechen und uns selbst in die Luft jagen.“

Danach entschied Saadi, nicht in sein Dorf zu gehen, weil man nicht zweimal  in einer Nacht glücklich sein kann. Er rief seinen Freund in Turmus Aya an und ging zu ihm. Sie gingen auf das Dach, tranken eine Tasse  Kaffee, rauchten Zigaretten und sprachen und sprachen  über den seltsamen  Vorfall, den Abed al-Karim a-Saadi am Haramiya-Checkpoint mitten in der Nacht hatte.

(dt. Ellen Rohlfs)

Liebe Interessierte, beiliegend ein heutiger Artikel aus der Zeitung „Maariv“. Wenn es nicht in Maariv wäre, könnte man glauben es sei eine lustige, zynische Satire.

Aber auch so kann man lachen über so viel jüdische Dummheit und Chuzpeh. Abraham Melzer

 

Die Kennzeichnung von Produkten aus den Siedlungen:
Die Zeit für einen Unterstützungskrieg für Produkte aus Judea und Shomron

Besonders heute, angesichts der Terror-Tsunami, der beweist, dass die Palästinenser hier sind, nur um dem Staat Israel Schadenzuzufügen, und nicht um sich selbst zu helfen – muss man dem europäischen Antisemitismus bekämpfen indem man die Wirtschaft in Judea und Shomron unterstützt.

Meine Herrschaften, die Geschichte widerholt sich: Europa kennzeichnet wieder Juden, oder was sie produzieren. Genau wie die Bilder der David-Sterne an den Schaufenstern der Geschäfte von Juden, so werden ab heute Produkte gekennzeichnet werden, die in den Siedlungen produziert werden. Keine Kritik gegen die Hetze der Palästinensischen Verwaltung oder gegen den wütenden Terror – die Halva und Olivenöl, die produziert wurden durch normative Palästinenser und Juden, das sind die Probleme der EU.
Die bevorstehende Entscheidung, die Frucht langwieriger Anstrengungen der Palästinenser und, wie kann es anders sein, der radikalen linken Organisationen, dem Staat Israel und seiner rechten Regierung um jeden Preis zu schaden – wurde angenommen. In Kürze werden Produkte, die jenseits der Grünen Linie produziert wurden, gekennzeichnet mit einem Flicken, auf dem stehen wird „Aus einer Siedlung“. Die israelische Kritik bezeichnet das „Heuchelei“, aber sie fügt Worte zusammen zum Begriff „Antisemitismus“ – Europa wird immer islamischer und antisemitischer – Juden zu verletzen für arabisches Geld lohnt sich.
Die Führer der EU wissen, dass Israel vor einer unlösbaren Lage steht, in der alle Verhandlungen und Gespräche mit den Palästinensern, um eine Einigung zu finden, geplatzt sind. Für die meisten sind die Palästinenser schuld. Man kann sagen, dass heute, da immer mehr und mehr klar wird, dass die Palästinenser nicht wollen und tatsächlich nicht zu einer echten Lösung kommen können – sind die „besetzten Gebiete“ ein Streitgebiet, das auf eine Lösung wartet. Israel hat kein Land erobert, was einen echten Boykott rechtfertigen würde. Aber in der Zwischenzeit, wenn man Israel verletzen kann – dann macht man es.
Die europäischen Staaten wissen, dass Israel sich in einer problematischen Lage befindet: Es gibt heute keinen, mit dem man Frieden machen könnte. Die palästinensische Autonomieverwaltung repräsentiert nicht das ganze Volk, die Hälfte lebt überhaupt in Gaza, unter einer anderen Regierung, die Israel gar nicht anerkennt und sie wird keinen Vertrag anerkennen, den die Palästinensische Verwaltung unterschreiben wird. Man soll man machen? Man rächt sich nur an einer Seite: der israelischen Seite.
Praktisch kann man nichts machen, um die schlechte Entscheidung zu ändern.
Aus öffentlichem Interesse kann man viel machen: die Produkte „zeichnen“, die Produzenten näher kennenlernen und diese produktive Bevölkerung zu unterstützen, die davon lebt und heute die Verteidigungsmauer und israelische Front darstellt, gegenüber der palästinensischen Verwaltung, die den Terror unterstützt. Diejenigen, die vielleicht eines Tages aufgefordert werden ihre Häuser für den Frieden zu verlassen. Bis dahin kann die israelische Öffentlichkeit sie unterstützen.
Besonders heute, angesichts dem unverständlichsten Terror-Tsunami, den es je gab, der beweist, dass die Palästinenser nur hier sind, um uns zu schaden und nicht um sich selbst Nutzen zu bringen – muss man mit einem Unterstützungskrieg antworten, mit einer totalen Unterstützung der Wirtschaft in Judea und Shomron. Wir, Israelis, müssen ihre Produkte jedes Mal kennzeichnen wenn wir zwischen den Regalen im Supermarkt wandeln.

 

Die gewalttätige israelische Feigheit angesichts der Proteste der Palästinenser - 07.11.2015 - Amira Hass - Die israelischen Soldaten haben sich daran gewöhnt sich in ihren Flugzeugen, Panzern und gepanzerten Jeeps als Helden zu fühlen, aber sie sterben jetzt vor Angst, wenn die Rache durchbricht.

Wenn es sich um Tapferkeit und Mut handelt, schlagen die jungen palästinensischen Demonstranten die israelischen Soldaten und die Grenzpolizei. Sie sind mit Gewandtheit, Schnelligkeit und Kufiyes bewaffnet, die ihre Gesichter bedecken. Sie sind mit Steinen und Molotovcocktails bewaffnet, während die Soldaten - mit ihren militärischen Übungen – mit gepanzerten Fahrzeigen, Drohnen, Helmen, tödlichen Waffen verschiedener Typen und giftigem Tränengas gegen den Mut der jungen Palästinenser bewaffnet sind, und hier zeigt sich die Feigheit der israelischen Soldaten. 

Sie haben sich daran gewöhnt, sich in ihren Flugzeugen, Panzern und gepanzerten Jeeps bei ihren Verhaftungen und in ihren Verhörräumen und Beobachtungstürmen mit ausgeklügelter Ausrüstung, bei ihren nächtlichen Diebstählen in den Häusern und wenn sie Kinder aus ihren Betten reißen, stark und heldenhaft zu fühlen.

Gegenüber der Kufiya, den Steinen und den Molotowcocktails sind sie verloren und verhöhnt. Dann bricht die Rache los.

Du, israelischer Leser, musst dich etwas von der Mediendiät befreien, die die Situation oberflächlich darstellt; du muss dich befreien von dem Sprachgebrauch der "zivilen Ruhestörungen und Unruhen". Schau dir stattdessen die Videos vom "Schlachtfeld" an: die Soldaten fahren in ihren Jeep hierhin und dahin hinter den Demonstranten; ein Soldat sprüht Ärzten, die  kamen, um die Verwundeten zu evakuieren, Tränengas aus nächster Nähe in die Augen; Soldaten, die auf einem Ladenbesitzer treffen, der seine Waren mitten in den Zusammenstössen trug, und treten ihn in einer Orgie des Sadismus.

Die gewalttätige Feigheit der Soldaten steigert sich unter den Befehlen der politisch-militärischen Führung. Das ist Teil des obligatorischen Dienstes in einer Armee, deren Hauptfunktion die Verteidigung der kolonialistischen Expansion ist. Die Tapferkeit und der Mut der Palästinenser kommt nicht aus ihrem (eigenen) Willen, sondern wird zwangsweise von der Fremdherrschaft, die sie niederschlägt, hervorgebracht. Dieser Mut wird von Generation zu Generation per Osmose weitergegeben, während sie ausharren und (solange) die Gründe, die sie zu diesen Handlungen verpflichten, nicht beseitigt werden.

Und die Erwachsenen schauen mit Schrecken und Bewunderung auf die Jungen. Beinahe hatten sie schon vergessen, dass sie einmal waren wie sie.

Kein hoher Funktionär oder politischer Führer, kein Eilaufruf kann verhindern, dass die Palästinenser die Militärkontrollen und die Trennbarrieren in den Dörfern umgehen, und dort ist es, wo sie seit mehr als einem Jahrzehnt den Volkskampf lernen, und wo sie Tapferkeit und Mut kultivieren. Wenn etwas Intelligentes gibt, was die unpopulären palästinensischen Führer gemacht haben, dann dass sie bewaffneten Palästinensern verboten haben, sich Orten des Protests zu nähern.

Die palästinensischen Demonstranten wissen, dass sie getötet, verhaftet, gefoltert und einem demütigenden Gerichtsspektakel ausgesetzt werden können. Aber sie sind bewaffnet mit dem "Recht" ("Gerechtigkeit"). (Um genau zu sein, nicht mit "ihrem" Recht, dem postmodernen und relativen, sondern mit dem Recht. Punktum.)

Wir möchten den Soldaten nicht danken, dass sie die Demonstranten im Westjordanland nicht mit scharfer Munition pulverisieren und zehn gleichzeitig umbringen, wie sie die Demonstranten in Gaza umgebracht haben. Wir können annehmen, dass sie Befehle erhalten haben zu versuchen die Demonstranten nicht zu töten.

Demnach kann die Armee ohne zu töten tun, was sie will. Bedeutet das, dass die Soldaten und die Polizei Befehle erhalten haben, jeden, der im Verdacht steht, ein Messer bei sich zu haben, aus kurzer Entfernung zu töten? Einschließlich eines Studenten einer religiösen Lehranstalt, den sie mit einem Araber verwechselt haben?

Sicher steht im Gegensatz zur Tapferkeit und zum Mut der vielen Demonstranten die Verzweiflung der übrigen. Ohne Befehle laufen sie Messer schwenkend ihrem Tod entgegen; in solchen Situationen ist es klar, dass die israelischen Soldaten vor Angst sterben und ihre Feigheit tödlich ist.

Tödlich auf Befehl? Warum muss man einen Menschen mit Kugeln durchsieben, der tödlich verletzt auf dem Boden liegt, wenn nicht aus mörderischer Feigheit, oder verwirklichen sie die Forderung einer heulenden Menge?

Der Journalist Mohammad Daraghmeh hat einen mutigen Artikel veröffentlicht , der zu den Herzen vieler spricht und viele andere verärgert. Unter dem Titel "Don't go out to die, Palestine needs you alive" bittet Daraghmeh die jungen Leute, so wie er – wie er sagt – seine eigenen Söhne bittet, nicht zu erlauben, dass die Verzweiflung und die Rachegefühle sie den Kopf und ihr Leben verlieren lassen.

Die Politiker, schreibt er, fürchten ihre Popularität zu verlieren, und deshalb wagen sie es nicht hinauszugehen und sich öffentlich gegen die Messerattacken zu stellen. Er ruft die Intellektuellen auf nicht weiter zu schweigen und sich nicht zu fürchten; sie müssen gegen dieses ansteckende suizidale Phänomen schreien und es zu einem Ende zu bringen.

Er ruft die palästinensischen Führer "von der extremen Rechten bis zur extremen Linken" auf, "genug" zu sagen, die Gunst der Stunde zu nutzen und die nationale Empörung in den massiven Protest gegen die Besatzung zu kanalisieren – "Protest ohne Tod, Protest, der mit dem Leben zu tun hat, der Revolution, der Hoffnung und der Veränderung" -. Die Welt, so schreibt er, akzeptiere weder das Niederstechen noch den Angriff mit Fahrzeugen auf die Zivilbevölkerung, so wie sie sich auch gegen die Selbstmordanschläge der "Märtyrer" gestellt hat.

Und er fährt fort: "Man fragt sich, ob der gewaltfreie Kampf die Besatzung beenden kann. Und ich sage: "Hat es vielleicht der bewaffnete Kampf und die Armee gemacht? Unsere Causa ist keine lokale, sondern eine internationale. Die Welt hat das Problem geschaffen und sie ist es, die eine Lösung finden muss. Aber sie wird es nicht machen, wenn wir (über die Besatzung) schweigen, sie wird es nicht machen, wenn wir Selbstmord begehen. Sie wird es nur machen, wenn wir den menschlichen Weg unseres nationalen Kampfes bewahren."

Und wir müssen hinzufügen: Die Menschlichkeit und der Mut derer, die für die Freiheit kämpfen, heben sich von der Feigheit und dem Mangel an Menschlichkeit derer, die sie für sich gepachtet haben, ab.
Quelle:
www.rebelion.org/noticia.php?id=205391&titular=la-violencia-cobard%EDa-de-israel-frente-a-las-protestas-de-los-palestinos-
Übersetzung aus dem Spanischen: K. Nebauer

Schlacht um Jerusalem: Besitzentziehung von palästinensischen Häusern - 30.10.2015 - Unauffällig, aber kontinuierlich werfen jüdische Siedler arabische Bewohner von Ost-Jerusalem aus ihren Häusern und ziehen dort ein. Und sie rücken auch weiter vor zu den heiligen Stätten.

Kürzlich, mitten in den wachsenden Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern und einer massiven Mobilisierung israelischer Soldaten in Jerusalem, führten eines Morgens Sicherheitskräfte einen Räumungsbefehl aus: sie legten eine Sperre (Kordon) rund um das Viertel Silwan und holten zwei arabische Familien aus ihren Wohnungen, damit diese von Juden besetzt würden, die das Gericht für die rechtmäßigen Eigentümer hielt.

Die Räumungen sind Teil einer Schlacht, die jüdische Siedler Haus um Haus liefern, manchmal mit Unterstützung durch die Regierung, um ihre Präsenz in den arabischen Vierteln der Altstadt von Jerusalem auszuweiten, die die Palästinensern als das Herz einer zukünftigen eigenen Hauptstadt ansehen.

Die von Juden betriebenen Räumungen (von Wohnungen/Häusern) in arabischen Vierteln waren Motiv für eine Reihe von Anschlägen, meist mit Messern, auf Israelis.

Ein anderes Motiv ist der Streit um die heiligen Stätten. Die Vize-Außenministerin Tzipi Hotovely heizte die Spannung wegen der Esplanade (Tempelberg) an, als sie am Montag vorschlug, dort eine jüdische Fahne zu hissen. "Er gehört uns, er ist ein  heiliger Ort für das jüdische Volk", versicherte sie. [...]

Die Israelis "provozieren diese Welle von Messerattacken, wenn sie Menschen immer wieder unter Druck setzen, bleibt diesen nichts anderes übrig als zu sterben, ein Messer zu nehmen und hinauf zu gehen", meinte der 59-j. Abdullah Abu Nab, der vor kurzem mit seiner Frau, seinen 9-j. Zwillingssöhnen und weiteren sechs Familienangehörigen aus seinem Haus geworfen wurde.

Ultras, denen das Recht hilft

Rassistische jüdische Gruppierungen wie Ateret Cohanim widersetzen sich jedem Abkommen, das neben dem jüdischen die Schaffung eines palästinensischen Staates auf Land, das sich Israel 1967 aneignete – einschließlich Ost-Jerusalem - enthält.

Manche Aktivisten glauben, wenn mehr Juden im Ostteil der Altstadt und den angrenzenden arabischen Vierteln Fuß fassen, wo sich wichtige Heiligtümer und archäologische Stätten befinden, würde sich die "religiöse Erlösung" beschleunigen. Daniel Luria von Ateret Cohanim, eine der Gruppierungen, die in Silwan aktiv sind, behauptete: "Grundlegend sehen wir den Zionismus in Aktion und den Prozess der Erlösung auf dem Weg."

Israelische Organisationen, die sich der Kolonisierung von Gebieten, die im Krieg erobert wurden, widersetzen, sagen, dass die Siedler jede Teilung Jerusalems zu verhindern suchen. "Sie möchten die Zusammensetzung der palästinensischen Viertel rund um die Altstadt verändern und sie jüdischer machen, damit es, wenn der Zeitpunkt kommt, schwieriger, wenn nicht unmöglich ist, dass die israelische Regierung sie übergibt", meinte Hagit Ofran von Peace Now und fügte hinzu: "Die Zusammenarbeit (der Siedler) mit den Behörden ist in den letzten Jahren intensiver geworden".

Die Siedler und ihre Parteigänger greifen zu verschiedenen Methoden und reklamieren vor den Gerichten Eigentum, das in den 1967 geraubten Gebieten einmal Juden gehört habe, eine Option, die sich Palästinensern nicht anbietet. Gegner klagen auch, dass einige Regierungsabteilungen Eigentum an Juden ohne öffentliche Ausschreibung verkauft oder vermietet haben.

In einem anderen Teil von Silwan gab die Regierung der Siedlerorganisation Elad das Recht, archäologische Stätten zu verwalten, die die jüdischen Wurzeln in dem Gebiet  an den Tag bringen.

Laut Ir Amim, eine Gruppierung, die eine gerechte Lösung für Jerusalem vertritt, haben sich seit 1967 zwischen 2.000 und 2.500 Juden in den arabischen Vierteln der Altstadt und der Umgebung angesiedelt.Weitere 200.000 leben in Stadtteilen, die Israel im Ostteil der Stadt errichtet hat.

Israel hat das Gebiet annektiert und betrachtet es als Teil seiner Hauptstadt, was international nicht anerkannt wird.

Wenige Palästinenser haben die israelische Staatsbürgerschaft akzeptiert, weil sie fürchteten (damit) die israelische Besatzung anzuerkennen, die große Mehrheit hat jetzt Wohnrecht. Als Einwohner könen sie sich frei bewegen, haben das Recht in Israel zu arbeiten und haben Zugang zu israelischen sozialen und Gesundheitsdiensten.

Aber die Situation ist fragil. Die Leute können ihr Wohnrecht verlieren, wenn sie die Stadt für längere Zeit verlassen. Seit 1967 haben etwa 14.000 Palästinenser ihr Wohnrecht verloren.

Jerusalem hat etwa 850.000 Einwohner, davon sind ein Drittel Palästinenser: diese klagen, dass sie diskriminiert werden, auch was ihre Wohnungen betrifft.

Die Räumungen der letzten Woche fanden in einem Teil von Silwan statt, in Batan und Hawah. An einer Bergflanke liegend bieten sie eine spektakuläre Sicht auf die Altstadt mit dem rechtwinkligen Heiligtum, von dem aus Mohamed in den Himmel aufgefahren sein soll und wo sich nach den Juden die biblischen Tempel befanden.

In diesem Gebiet lebten ab 1880 mehr als ein halbes Jahrhundert lang bis zu 144 jüdische yemenitische Familien, wie Luria sagt. Mit der Zeit wurden es weniger, und  zur Zeit des arabischen Aufstands gegen die Briten und gegen die jüdische Einwanderung zogen mindestens 35 Familien weg. Luria verwies darauf, dass sich ein Teil des yemenitischen Viertels auf Land befand, das jüdische Philantropen für die (jüdische) Gemeinde gekauft hatte. Der Gemeindebesitz einschließlich einer Synagoge wurde vom Treuhandfonds Benvenisti verwaltet. Die israelische Gerichte entschieden, dass das Gebäude, aus dem die Familie Abu Nab vertrieben wurde, diesem Fond gehörte.

Der Anwalt von Abu Nab, Mohammed Dahle, argumentierte, die Familie sei durch das Gesetz geschützt, weil sie seit Jahrzehnten dort wohnte und nicht vertrieben hätte werden dürfen. Er fragte nach den jüdischen Besitztiteln und sagte, seine Mitarbeiter würden Dokumente bezüglich dieser Grundstücke vorlegen.

Am Montag vergangener Woche sperrten Sicherheitskräfte mit Hunden das Viertel ab und vertrieben die Familie Nab aus zwei Wohnungen. Am Dienstag war eine israelische Fahne auf dem Dach.

Abdullah Abu Nab, seine Frau und seine Söhne Mahmud und Mohamed denken an Widerstand. Sie zogen in eine Wohnung in derselben engen Gasse, die ihnen Aktivisten der Gegend vermittelt haben. Er versichert, die israelischen Soldaten hätten seine Möbel beschädigt.

 Quelle: www.palestinalibre.org/articulo.php.?a=58596
Übersetzung/leicht gekürzt: K. Nebauer

Reuven Moskovitz ist es mit Hilfe der Herausgeber, Ekkehart Drost und Martin Breidert, gelungen sein zweites Buch zu beenden. Der Titel: “Reuven Moskovitz - Ein Leben für Gerechtigkeit, Liebe und Versöhnung”.

In diesen Zeiten der Eskalation der Gewalt in seinem Land kommt dieses Buch gerade zur richtigen Zeit.

Reuven möchte mit seinem Buch die Menschen mit einem neuen Versuch wachrütteln und sie dazu bewegen, die Augen für die Ungerechtigkeiten in seinem Land zu öffnen. Der Konflikt dort ist aus seiner Sicht der Dreh- und Angelpunkt der gegenwärtig herrschenden Gewalt im gesamten Nahen Osten. Um Ruhe und Frieden wieder herzustellen, soll mit internationaler Hilfe direkt an den Konfliktherden angesetzt werden.

Reuven bittet Sie alle mitzuhelfen, sein Buch zu verbreiten – die kommenden Weihnachtstage wären eine geeignete Möglichkeit, um das Buch zu verschenken.

Es ist mit vielen Bildern und Gedichten versehen und kann ab November 2015 bestellt werden. Der Preis für ein Buch beträgt 15 €, Porto kommt dazu. Sie können das Buch direkt bei Gesine Janssen -  Klunderburglohne 1, 26736  Uttum/Krummhörn, Tel.: 04923-200, bestellen. Ein kleinerer Bestand der Bücher befindet sich bei mir und kann auch bei mir bestellt werden: Hanja Van Dyck, Bonhoefferufer 2 – 10589 Berlin, Tel.: 030-34503244.
 

Die bisherigen Vortragsplanungen finden Sie in der Tabelle

Termine Reuven Nov. 2015 

 

 

 

 

 

Datum

Ort

Ansprechpartner

Kontakt Ansprechpartner

Anschrift Veranstaltungsort

Anfangszeit

02. Nov

Ankunft Flughafen Düsseldorf

 

 

 

 

04. Nov

Solingen 

Julia Freiwald

0212 58052

Im Gleis 3 der Güterhallen auf der Alexander Coppel Str.  - bis Haltepunkt Grünewald mit der S- Bahn vom Gleis 10 des heutigen Hauptbahnhofes fahren

19:00

05. Nov

Bergisch Gladbach

Axel Becker

02202 983189

im privaten Kreis

Abends

06. Nov

Solingen 

Julia Freiwald

 

 

 

07. Nov

Fahrt Solingen nach Geilenkirchen

Hans Stenzel

02451- 9154057

1. Eine Lesung aus seinem neuen Buch Evangl. Gemeindezentrum - Konrad- Adenauer Str. 83-  Geilenkirchen 

19:00

08. Nov

 

Hans Stenzel

 

2. Seine Teilnahme an der Ausstellungseröffnung zu "Otto Pankok", mit der Mundharmonika - "Haus Basten" in  Konrad- Adenauer Str. 118 - Geilenkirchen

11:00

08. Nov

 

Georg Fritzen

02421 - 52313

Pax Christi Gruppe Düren Vorraum der Kirche St. Marien, Hoeschplatz (Innenstadt)

18:00

09. Nov

 

Hans Stenzel

 

3. Teilnahme an der "Holocaust- Erinnerung" vor der zerstörten Synagoge

17:00

 

 

 

 

4. Seine Teilnahme an der Friedensdiskussion mit Zeitzeugen und EX.General Chalupa - Anita- Lichtenstein-Schule in Pestalozzistraße 27 Geilenkirchen (Gesamtschule).

19:00

10. Nov

Fahrt Geilenkirchen nach Bad Kreuznach

 

 

 

 

11. Nov

Bad Kreuznach

Sigi Pick – Ausländerpfarramt

0671-8459152

Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Kurhausstr. 6, Bad Kreuznach

19:00

12. Nov

Bad Kreuznach - München

 

 

 

 

12. Nov

München 

Britta Reinhardt

089-89796758

Gemeinde Leiden Christi     Passinistenstr. 12     81247   München

19:30

15. Nov

Fahrt München - Mannheim

 

 

privat

 

16. Nov

Fahrt Mannheim nach Göttingen

 

 

privat

 

17. Nov

Göttingen

Ekkehart Drost

 

13 bis 15 Uhr in der Goetheschule Einbeck, Schützenstr. 1.

13:00 - 15:00

18. Nov

Fahrt Göttingen - Kassel

 

 

 

 

18. Nov

Kassel

Irmgrad Herre

 

Dana Al Najem
Cafè Buch-Oase
Germania Str.14
34119 Kassel.

19:00

19. Nov

Fahrt Kasssel - Münster

 

 

 

 

19. Nov

Münster 

Marianne Kluge

0521-614711

Gemeindehaus der Jakobi-Kirche, Beckstr.23 , Aaseestadt

19:30

21. Nov

Fahrt Münster nach Berlin

 

 

privat

 

22. Nov

Berlin

Gemeinde Heilig Kreuz Kirche

 

Heilig Kreuz Kirche - Zossener Str. 65 - 10961 Berlin

16:00

26. Nov

Berlin

Christiane Jenner

 

Johanneskirche  Johanneskirchplatz 1 , 12205 Berlin

19:30

 

Wir sind lebenslang Zionisten. Hier sind die Gründe, weshalb wir uns entschieden haben, Israel zu boykottieren.

By Steven Levitsky and Glen Weyl, 23. Oktober


 

Steven Levitsky ist ein Politprofessor an der Harvard Universität. Glen Weyl ist Dozent der Wirtschafts- und Rechtswissenschaft an der Universität von Chicago.

Wir sind lebenslang Zionisten. Wie auch bei anderen progressiven Juden basierte unsere Unterstützung für Israel auf zwei Überzeugungen: erstens, ein Staat sei notwendig, um unser Volk vor einem zukünftigen Desaster zu schützen, und zweitens, jeder jüdische Staat sei demokratisch und mache sich die Werte der universellen Menschenrechte zu eigen. Für viele war das die Lehre aus dem Holocaust. Undemokratische Maßnahmen, die im Hinblick auf Israels Überleben ergriffen wurden, wie zum Beispiel die Besetzung der Westbank und Gazas und die Ablehnung der Grundrechte der dort lebenden Palästinenser, wurden als übergangsweise angesehen.  

Jedoch müssen wir der Realität ins Augen sehen: Die Besatzung wurde zu einer dauerhaften. Fast ein halbes Jahrhundert nach dem Sechs-Tage-Krieg geht Israel in eine Art Apartheidsregime über, wovor (bereits) frühere Führer gewarnt haben. Die Siedlerbevölkerung in der Westbank ist um das 30-fache angestiegen, von ca. 12.000 im Jahr 1980 auf 389,000 heute. Die Westbank wird zunehmend als Teil von Israel behandelt, wobei die Grüne Linie, die die besetzten Gebiete demarkiert, aus vielen Landkarten entfernt wurde. Der israelische Präsident, Reuven Rivlin, erklärte kürzlich, die Kontrolle über die Westbank  „ist kein Gegenstand einer politischen Debatte. Es ist die grundlegende Tatsache des modernen Zionismus.”

Diese „grundlegende Tatsache“ stellt ein ethisches Dilemma für amerikanische Juden dar: Können wir weiterhin einen Staat, der ständig die Grundrechte eines anderen Volkes missachtet, akzeptieren? Doch stellt sich auch ein Problem aus zionistischer Perspektive: Israel hat einen Pfad eingeschlagen, der seine wahre Existenz gefährdet.

So wie im Fall von Rodesien und Südafrika, wird Israels permanente Unterdrückung der Palästinenser es unvermeidbar von westlichen Demokratien isolieren. Nicht nur die europäische Unterstützung für Israel hatnachgelassen, auch die Meinung der Öffentlichkeit in den USA, die einst felsenfest zu sein schien,  hat begonnen, sich zu ändern, besonders bei den Millenials. Internationaler Paria-Status ist sicher kein Rezept für das Überleben von Israel.

Zu Hause verschärft die Besatzung noch den demographischen Druck, der droht, die israelische Gesellschaft  auseinanderzureißen. Die Zunahme bei der Bevölkerung der Siedler und der Orthodoxen hat den jüdischen Chauvinismus geschürt und die wachsende arabische Bevölkerung noch weiter entfremdet. In zunehmend unversöhnlichere Gemeinschaften getrennt, riskiert Israel, das Minimum an Toleranz zu verlieren, das jede demokratische Gesellschaft erfordert. In diesem Zusammenhang wird die Gewalt, wie die kürzliche Angriffswelle in Jerusalem und der Westbank zwangsläufig zu einem Normalzustand. 

Letztendlich bedroht die Besetzung die Sicherheit, die sie eigentlich garantieren sollte. Israels Sicherheitssituation hat sich seit den Kriegen in 1967 und 1973 dramatisch verändert. Der Frieden mit Ägypten und Jordanien, die Schwächung des Iraks und Syriens und die aktuell überwältigende militärische Überlegenheit Israels – darunter seine (nicht deklarierten) nuklearen Abschreckungswaffen -  haben jegliche existentielle Bedrohungen durch seine arabischen Nachbarn beendet. Sogar ein von Hamas geleiteter Palästinenserstaat konnte Israel nicht zerstören. Wie sechs ehemalige Direktoren des inneren Sicherheitsdienstes, Shin Bet, in der Dokumentation von 2012,  “The Gatekeepers,”  (die Torhüter) argumentierten, ist es die Besetzung als solche, die in Wahrheit Israels Sicherheit auf lange Sicht bedroht: Die Besatzung zwingt Israel in einen asymmetrischen Krieg, der Israels internationales Ansehen erschüttert, begrenzt seine Fähigkeit, regionale Allianzen gegen resektiererische  Extremisten zu schmieden und, was ausschlaggebend ist, bleibt das Hauptmotiv für die palästinensische Gewalt.

Indem Israels Führer die Besatzung zu einer dauerhaften gemacht haben, unterminieren sie das Überleben ihres Staates.  Unglücklicherweise sind israelische Bewegungen, um dieses Schicksal abzuwenden, allmählich verschwunden. Dank eines wirtschaftlichen Booms und der temporären Sicherheit, die der Zaun der Westbank und das „Iron Dome missile defense system“ (Raketenabwehrsystem) verschafft, sieht Israels säkuläre zionistische Mehrheit keine Notwendigkeit, die für einen dauerhaften Frieden erforderlichen schweren Schritte zu tun, wie zum Beispiel, ihre Landsleute aus den Westbank-Siedlungen zu entfernen und den moralischen Makel von dem Leid anzuerkennen, das Israel so vielen Palästinensern angetan hat. 

Wir sind an einem kritischen Punkt. Der Zuwachs an Siedlungen und die demografischen Trends werden bald Israels Möglichkeit, den Kurs zu ändern, überlagern. Seit Jahr und Tag unterstützen wir israelische Regierungen – auch solche, mit denen wir absolut nicht einverstanden waren – in dem Glauben, ein sicheres Israel handele seinen langfristigen Interessen entsprechend. Diese Strategie ist fehlgeschlagen. Israels Unterstützer sind tragischerweise seine „enablers“ (Triebfeder) geworden. Heutzutage besteht ohne Druck von außen keine realistische Aussicht, dass Israel sich zu den harten Entscheidungen durchringt, die sein Überleben als demokratischer Staat sicherstellen. 

Für Unterstützer von Israel ist jede praktikable Art von Druck schmerzlich. Die einzigen Mittel, die plausibel die israelischen strategischen Kalkulationen erschüttern könnten, wäre, die Hilfe  und die diplomatische Unterstützung der USA zurückzuziehen und der Boykott und Desinvestition bezüglich der israelischen Wirtschaft. Wenn man nur die Produkte, die in den Siedlungen produziert werden, boykottierte, hätte nicht genügend Wirkung, um die Israelis zu veranlassen, den Status Quo zu überdenken.

Deshalb weigern wir uns nur widerwillig, aber trotzdem entschlossen, nach Israel zu reisen,  boykottieren Produkte, die dort produziert werden und rufen unsere Universitäten zu Desinvestionen auf und unsere gewählten Repräsentanten, die Hilfe für Israel einzustellen. Bis sich Israel ernsthaft für den Friedensprozess engagiert, der entweder einen souveränen palästinensischen Staat errichtet oder den Palästinensern in einem Staat die völlige demokratische Staatsbürgerschaft gewährt, können wir nicht länger Regierungen unterstützen, deren Aktionen Israels langfristiges Überleben gefährden.

Israel ist sicherlich nicht der schlimmste Verletzer der Menschenrechte. Stellt nicht das alleinige Boykottieren Israels, ohne die anderen Staaten, die gegen das Gesetz verstoßen, ein zweierlei Maß dar? Doch, das tut es. Wir lieben Israel und wir sind zutiefst um sein Überleben besorgt. Wir investieren nicht genauso viel Gefühl in das Schicksal anderer Staaten.

Im Gegensatz zu international isolierten Staaten, wie zum Beispiel, Nordkorea und Syrien, könnte Israel signifikant von einem Boykott betroffen sein. Die israelische Regierung könnte ihren törichten Kurs ohne massive US-Hilfe, Investitionen, Handel sowie moralische und diplomatische Unterstützung nicht beibehalten.

Wir erkennen, dass einige Boykott-Vertreter aus Opposition (und sogar Hass) gegen Israel getrieben werden. Unsere Motivation ist genau das Gegenteil: Liebe für Israel und der Wunsch, es zu retten.

Von dem ethno-religiösen Fanatismus in Südafrika angewidert, schrieb der Gründer des Zionismus, Theodore Herzl, “Wir wollen keinen Burenstaat, sondern ein Venedig.” Amerikanische Zionisten müssen handeln, um Druck auf Israel auszuüben, um Herzls Vision zu bewahren — und es zu retten.

 

(Übersetzt von Inga Gelsdorf)

 

 

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